Vorsorgethemen
(die nachfolgenden Hinweise und Links dürfen nur von betreuten Betrieben verwendet werden)

Lärm

Wirkungen von Lärm

Lärm kann das Gehör dauerhaft schädigen. Die Schädigung entwickelt sich meist langsam und bleibt lange unbemerkt. Typische Folgen sind eine zunehmende Schwerhörigkeit sowie Ohrgeräusche (Tinnitus). Zusätzlich wirkt Lärm als Stressfaktor und kann zu Konzentrationsproblemen, erhöhter Belastung und Ermüdung führen.

Schutzmaßnahmen

Tragen Sie Gehörschutz konsequent in allen gekennzeichneten Lärmbereichen. Achten Sie darauf, dass der Gehörschutz korrekt eingesetzt ist, da er sonst nicht ausreichend schützt. Verwenden Sie den für Ihre Tätigkeit geeigneten Gehörschutz (z. B. Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz). Nutzen Sie ruhige Bereiche für Erholungspausen, um Ihr Gehör zu entlasten.

Warnzeichen

Achten Sie auf erste Anzeichen einer Hörschädigung: Pfeifen oder Rauschen im Ohr, Schwierigkeiten beim Verstehen von Gesprächen oder ein Druckgefühl im Ohr. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich frühzeitig an den Betriebsarzt.

Ohrstöpsel richtig einsetzen (Einmalstöpsel)

1. Ohrstöpsel mit sauberen Händen fest zusammenrollen.

2. Mit der anderen Hand das Ohr nach oben und hinten ziehen.

3. Ohrstöpsel tief in den Gehörgang einsetzen.

4. Den Stöpsel einige Sekunden festhalten, bis er sich vollständig ausgedehnt hat.

5. Den Sitz prüfen: Der Stöpsel sollte dicht sitzen und kaum sichtbar sein.

 

Lärm kann Ihr Gehör dauerhaft schädigen

Gehörschutz wirkt nur, wenn er richtig getragen wird.

Bildschirmtätigkeit

Wirkungen von Belastungen

Längere Bildschirmarbeit kann zu Belastungen der Augen, des Nackens und des Rückens führen. Typische Beschwerden sind müde oder trockene Augen, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich sowie Rückenschmerzen. Auch Konzentrationsprobleme und Ermüdung können auftreten.


Schutzmaßnahmen

Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes. Der Bildschirm sollte leicht nach unten geneigt im Blickfeld stehen, die Oberkante etwa auf Augenhöhe. Sitzen Sie aufrecht und entspannt, mit Unterstützung des Rückens. Nutzen Sie regelmäßige Pausen und wechseln Sie zwischen verschiedenen Tätigkeiten.


Warnzeichen

Achten Sie auf Beschwerden wie Augenbrennen, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Rückenschmerzen. Treten solche Beschwerden auf, passen Sie Ihren Arbeitsplatz an oder wenden Sie sich an den Betriebsarzt.


Ergonomisch arbeiten am Bildschirm

1. Blick leicht nach unten richten (ca. 20–35°).

2. Bildschirm in etwa einer Armlänge Abstand positionieren.

3. Tastatur und Maus nah am Körper halten.

4. Regelmäßig Pausen einlegen und Bewegung einbauen.


Ergonomisches Arbeiten beugt Beschwerden vor

Bewegung und Pausen sind wichtig

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Lastenhandhabung

Wirkungen von Belastungen

Beim Heben, Tragen, Ziehen oder Schieben von Lasten kann es zu einer hohen körperlichen Belastung kommen. Insbesondere die Wirbelsäule, Muskeln und Gelenke werden beansprucht. Bei ungünstiger Technik oder zu hohen Lasten können akute Beschwerden wie Rückenschmerzen oder langfristige Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems entstehen.


Schutzmaßnahmen

Achten Sie auf eine ergonomische Arbeitsweise und nutzen Sie, wenn möglich, Hilfsmittel wie Hubwagen oder Hebehilfen. Verteilen Sie Lasten auf mehrere Personen und vermeiden Sie einseitige Belastungen. Planen Sie Arbeitsabläufe so, dass unnötiges Heben und Tragen vermieden wird. Achten Sie auf ausreichend Bewegung und Erholungspausen.


Warnzeichen

Achten Sie auf Schmerzen im Rücken, Nacken oder in den Gelenken, insbesondere bei wiederkehrender Belastung. Auch Muskelverspannungen oder Bewegungseinschränkungen können erste Hinweise sein. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich frühzeitig an den Betriebsarzt.


Richtig heben und tragen

1. Last möglichst nah am Körper halten.

2. In die Knie gehen und den Rücken gerade halten.

3. Last mit beiden Händen sicher greifen.

4. Beim Heben keine ruckartigen Bewegungen ausführen.

5. Drehbewegungen unter Last vermeiden – stattdessen mit den Füßen umsetzen.


Richtiges Heben schützt Ihren Rücken

Hilfsmittel nutzen und Überlastung vermeiden

Feuchtarbeit

Wirkungen von Feuchtarbeit

Feuchtarbeit belastet die Haut und kann zu Erkrankungen führen. Häufiger Kontakt mit Wasser, Reinigungsmitteln oder langes Tragen von Handschuhen weicht die Haut auf und schädigt die Hautbarriere. Typische Folgen sind trockene, rissige Haut, Rötungen, Juckreiz und Handekzeme. Unbehandelt können Hauterkrankungen chronisch werden.

Schutzmaßnahmen

Tragen Sie geeignete Schutzhandschuhe entsprechend der Tätigkeit. Vermeiden Sie unnötig lange Tragezeiten, um Schwitzfeuchte zu reduzieren. Reinigen Sie Ihre Hände schonend mit milden Waschmitteln. Verwenden Sie Hautschutzmittel vor der Arbeit und pflegen Sie Ihre Haut regelmäßig nach der Arbeit.

Warnzeichen

Achten Sie auf erste Anzeichen wie trockene oder schuppige Haut, Rötungen, kleine Risse, Juckreiz oder Brennen. Treten Beschwerden auf, wenden Sie sich frühzeitig an den Betriebsarzt.

Hautschutz richtig anwenden

1. Vor der Arbeit: Hautschutzcreme auftragen.

2. Während der Arbeit: Handschuhe passend einsetzen.

3. Nach der Arbeit: Haut reinigen und pflegen.

4. Regelmäßig: Hautzustand beobachten.

 

Gesunde Haut schützt

Hautschutz wirkt nur, wenn Sie ihn regelmäßig anwenden.

Atemschutz

Wirkungen von Belastungen

Beim Arbeiten mit Staub, Rauch, Dämpfen oder Gefahrstoffen können gesundheitsschädliche Stoffe eingeatmet werden. Diese können die Atemwege reizen oder langfristig schädigen. Mögliche Folgen sind Husten, Atemnot, Reizungen der Schleimhäute sowie chronische Atemwegserkrankungen.

Schutzmaßnahmen

Verwenden Sie geeigneten Atemschutz entsprechend der Gefährdung (z. B. partikelfiltrierende Halbmasken oder Filtergeräte). Achten Sie auf den richtigen Sitz der Maske, da nur dicht anliegender Atemschutz wirksam ist. Beachten Sie Tragezeitbegrenzungen und nutzen Sie Pausen zur Erholung.

Warnzeichen

Achten Sie auf Beschwerden wie Husten, Atemnot, Reizungen von Nase oder Hals oder ein Engegefühl beim Atmen. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich frühzeitig an den Betriebsarzt.

Atemschutz richtig anwenden

1. Passende Atemschutzmaske auswählen.

2. Maske korrekt aufsetzen und Dichtsitz prüfen.

3. Während der Arbeit regelmäßig Sitz kontrollieren.

4. Tragezeiten einhalten und Pausen nutzen.

5. Maske nach Gebrauch sachgerecht lagern oder entsorgen.

 

Atemschutz schützt nur, wenn er richtig getragen wird.

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